Einsatzberichte Tiersuche

Die Sicherung von Kira

Am Montag den 29.10.2018 erreichte uns ein Hilferuf aus der Nähe von Neustadt in Holstein. Kira, eine 6-Jährige Akita-Hündin war am Vortag entlaufen, nachdem sie sich vor einem Nachbarn erschrocken hatte und sich in Panik aus dem Geschirr gewunden hatte. Obwohl sie erst am Samstag bei Ihren neuen Besitzern eingezogen war, lief sie zum Glück nach einem kurzen Ausflug durchs nahe gelegene Dorf nicht weiter fort, sondern bezog ihren Beobachterposten an einem kleinen Wäldchen, von wo aus sie das Haus ihrer Besitzer den ganzen Tag beobachtete. 

Bei Einbruch der Dunkelheit traute sich Kira auch auf den Hof und machte sich auf die Suche nach Essen. Fündig wurde sie am Misthaufen, wo die Bewohner des Hofes außer Pferdeäpfel auch ihre Essensreste entsorgten. 

Da ein paar gut gemeinte Anlockversuche seitens der Besitzer nicht funktionierten und Kira auch die Futterstelle im Wald nicht annahm, entschlossen wir uns die Sicherung von Kira am Misthaufen zu planen. Inzwischen war sie auch schon einmal auf dem Weg Richtung Autobahn, dies konnte die Besitzerin aber zum Glück verhindern.

Am Donnerstag brachten wir unsere Lebendfalle zu Kira und bereiteten alles vor, stellten diese aber zunächst nicht scharf. Sämtliche Katzen besuchten unsere Falle aus Neugier, stellten aber relativ schnell feste, dass der dort angebotene Pansen nicht nach ihrem Geschmack war. Trotzdem war klar, dass wir versuchen mussten die Katzen von der Falle fern zu halten. Kira kam in dieser Nacht erst um 2:43 Uhr und blieb bis 4:30. Fraß in aller Ruhe das Futter aus der Falle und gewöhnte sich schon einmal an den neuen Fremdkörper.

Freitag war es nun soweit und so wurden alle Katzen, die eingesperrt werden konnten, eingesperrt. Eine Letzte wurde den ganzen Tag über so sehr gefüttert, dass diese sich nicht mehr blicken ließ. Alles war bereit, jetzt fehlte nur noch Kira. Doro und ich waren bereits um 17:30 Uhr vor Ort um die Falle scharf zu stellen und fuhren dann in den nächsten Ort um aus sicherer Entfernung zu warten. In Decken eingewickelt und mit ordentlich Naschies an Bord stellten wir uns auf eine lange Nacht ein.

Um 23:21 kam dann das erste Bild. Kira war da und schnüffelte zunächst neben der Falle am Misthaufen. Da alle Bewohner gebeten wurden bis zu Sicherung von Kira kein Essen mehr dort zu entsorgen, ging Kira in die Falle um den Pansen zu fressen. Die Falle löste aus – Kira war gesichert!

Kira1 

Kira2 Kopie

Nachdem wir uns ganz sicher waren, dass die Falle auch wirklich geschlossen war (es war sehr nebelig an dem Tag) fuhren wir zum Hof der Besitzer um Kira zusammen mit Ihnen, ganz in Ruhe und in einem sicheren Raum aus der Falle zu holen. Im Haus nahm Kira sofort ihren Stammplatz ein und kann nun in aller Ruhe in ihrem neuen Zuhause ankommen.

Kira3

Doro & Kristina

Ein kleines Lebenszeichen von Ute

Britta, Gundula, Tina und ich (Kristina) können uns noch ganz genau an unseren Einsatz in Flensburg erinnern, als wir Anfang Juni die kleine Havaneser-Hündin Ute suchten. Die kleine Maus war 2 Tage zuvor aus ihrem neuem Zuhause entlaufen, in welches sie erst 3 Tage zuvor eingezogen war. 

Während Britta mit ihrer Hündin Bella und Tina als Helferin nach Ute suchten, betätigten Gundula und ich uns als Detektive, weil es eine Meldung bei Facebook gab, dass Ute längst gesichert sei. Während wir dort keinen Erfolg hatten, erhielten wir eine Sichtung in der näheren Umgebung vom Wohnort.

Wir 4 machten uns sofort auf den Weg dorthin und entdeckten Ute durch Zufall auf dem Gelände eines Betriebshofes, der zur Hauptstraße hin offen war. Weil es hieß, dass Ute gerne andere Hunde mag & zudem auch noch läufig sein sollte, ließen wir den Dackel von Gundula aus dem Auto. Zum Glück ging der Plan auf und Ute und Herr Hansen nahmen Kontakt zueinander auf und so näherte sie sich auch Stück für Stück Gundula, die inzwischen auf dem Boden saß. Wir anderen sperrten den Weg zur Straße ab. Gary brachte Gundula noch eine Leine, auch ihn mochte Ute gleich auf Anhieb. Tina unterstützte zusätzlich vom Boden aus, da Ute sich immer wieder ein Ecke näherte, an der sie uns hätte entwischen können. In einem günstigen Moment konnte Gundula sich die kleine Hündin schnappen und so ihre 5-tägige, gefährliche Odysee durch Flensburg beenden. Alle Beteiligten waren überglücklich!

Ute 2

Ute 3

Wir haben uns sehr gefreut, als wir am 9.8. von der Tochter der Besitzerin ein kleines Lebenszeichen von Ute bekommen haben. „Hallo, hier kommt ein Foto von Ute wie sie jetzt aussieht. Sie hat sich toll gemacht und wir sind euch unendlich dankbar, für euren Einsatz im Juni. Lg"

Ute 4

Vielen Dank dafür! Wir freuen uns sehr, wenn wir noch mal etwas von unseren Schützlingen hören, denn jeder einzelne von denen, wächst uns ans Herz!

Britta, Gundula, Tina & Kristina

Wenn Besitzer, Pflegestelle und Berater Hand in Hand arbeiten...

...dann kann ein Fall ein Bilderbuchende haben, wie bei der hübschen Zara!

Übernehmen wir als Berater einen Fall, so berufen wir uns auf unser jahrelanges und über alle K-9 Stützpunkte erarbeitetes Wissen und trotzdem ist und bleibt jeder Fall individuell. Die Erfahrungen haben uns gelehrt was funktioniert, erfolgreiche Einsätze geben uns Recht und trotzdem hoffen auch wir Berater, dass unser Plan aufgeht. Wir fiebern mit, haben teilweise schlaflose Nächte und bei jedem Telefonklingeln hoffen wir, dass die erlösende Nachricht kommt, dass das gesuchte Tier wieder zurück ist.

Landet ein Fall bei mir, so wissen Familie und Freunde schon, dass wenn ich davon rede, dass „mein Hund“ wieder da ist, meistens nicht die Rede von meinen tatsächlichen Hunden ist.

Die Info von Zara, einer jungen Mischlingshündin, erreichte mich einen Tag nach ihrem Entlaufen. Bis dahin hatten die Besitzer und die vorherige Pflegestelle schon einiges unternommen. Mein Rat ab sofort nicht mehr aktiv zu suchen und Ruhe zu bewahren war für alle Beteiligten schwer auszuhalten, aber alle hielte sich vorbildlich genau an meine Tipps und Empfehlungen. 

Die Besitzer kümmerten sich um Flyer, welche in der ganzen Gegend aufgehängt wurden, während die Pflegestelle gezielt Heimwegschleppen zum Haus der Besitzer legte. Leider gab es zunächst keine Sichtungen von Zara, aber am folgenden Tag erhielten wir die erlösende Nachricht, dass Zara nur 1,5 km von zuhause gesehen wurde. Die Pflegestelle machte sich sofort auf den Weg dorthin, legte noch ein paar kurze Spuren um dann am Auto zu warten, doch Zara traute sich nicht aus ihrem Versteck. Immer wieder versuchte ich die verzweifelten Besitzer und die Pflegestelle zu beruhigen und sprach ihnen Mut zu. 

Und dann am nächsten Vormittag erreichte mich ein Anruf der Besitzerin. Zara war gerade bei ihr im Vorgarten, stand direkt vor ihr und schaute sie an, verschwand dann aber wieder. Ich sagte der Besitzerin, wie sie sich verhalten sollte. Wieder einmal kam der quälende Rat jetzt nichts zu tun, außer abzuwarten, alles aufzulassen, sie nicht anzugucken oder anzusprechen, wenn sie noch einmal kommt. Kurze Zeit später kam Zara dann tatsächlich wieder, ging in den Garten, guckte vorsichtig um die Ecke, um sich dann zur Besitzerin zu setzen und mit ihr zu kuscheln.

„Mein Hund ist wieder da“

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Besitzer und die Pflegestelle, dass Sie mir vertraut haben und all das befolgt haben, was ich Ihnen geraten haben. Ich freue mich, dass ich Ihnen in diesen Tagen helfend zur Seite stehen konnte und bedanke mich für ihr Lob.

Kristina

Zara 1

 

Glückliches Ende auf der Autobahn

 

Ein Bericht unserer Hundeführerin und Beraterin Britta:
  

Teddy ist ein beiger Terrier Mix Rüde aus Zypern. Er ist 2-3 Jahre alt und kam über die Zypern Pfotenhilfe auf seine Pflegestelle am Bodensee, welche selbst Hunde und kleine Kinder hat. Teddys neuer Besitzer wohnt in Flensburg und holte ihn am 26.4.18 zusammen mit seiner Mutter von der Pflegestelle am Bodensee ab.

Auf dem Rückweg musste die Mutter auf der Raststätte Holmmoor aufs WC und beim Aussteigen entwischte Teddy.

Nachdem der Besitzer die ganze Nacht auf dem Rastplatz verbracht hat, alle Stellen informiert hat, mit der Polizei (nach Sperrung) die Autobahn abgesucht hat und sämtliche Jogger und Fußgänger der Umgebung sowie alle Anlieger angesprochen hatte, meldete er sich bei uns.

Da es absolut keine Bindung zum Besitzer gab (sie kannten sich ja kaum) war das einzig Vertraute die Decke auf der Teddy im Auto gelegen hatte. Nach Absprache mit den Kollegen riet ich dem Besitzer sich am nahen Waldrand, weg von der Autobahn, einen Platz zu suchen, an dem er die Decke mit Futterstelle einrichten solle, bis er ein Kleidungsstück der Pflegestelle zum Schleppen legen bekommen könnte. Nach der durchwachten Nacht und der langen Fahrt davor fuhr er nach Hause und musste erst mal etwas schlafen. Er hat aber vorher noch die Pflegestelle informiert und die gute Frau hat sich sofort vom Bodensee auf den Weg gemacht.

Gegen 18.00 kam eine Sichtungsmeldung über die Polizei rein. Teddy war an der Zufahrt zur Raststätte gesehen worden. Fast zeitgleich kam die PS an. Sie fuhren zur Raststätte und die Pflegestelle legte Schleppen zu dem Punkt am Waldrand an dem sie übernachten wollte. Noch beim Schleppen legen kam Teddy zur PS gelaufen und schleckte sie dankbar ab.

Ich bekam sofort ein Foto als sie zuhause angekommen waren und Teddy erschöpft in seinem Korb lag. So ein schönes Ende!

Teddy

Lou's Ausflug mit Folgen

 

Ein Bericht von unser Hundeführerin und Beraterin Doro:

Der Einsatz kam über unser K-9-Hotline.

Mein erster Kontakt mit der Besitzerin war am 6.4.2018. Die Besitzerin berichtete, dass ihre 2 jährige französische Bulldogge seit 2 Tagen (4.4.18) verschwunden ist. Sie ist von Welpe an bei ihr und kommt aus Deutschland vom Züchter. Sie hat eine sehr gute Bindung zu ihrer Besitzerin und deren Mutter. Lou begleitet sie täglich mit auf einen Reiterhof, dort läuft sie frei herum und verlässt das Gelände eigentlich nie. Lou ist freundlich mit Menschen und würde auch mit anderen mitgehen, wenn man sie lockt. Sie ist auch schon mal Wild hinterher gerannt, kommt aber auf Zuruf zurück. Was ist passiert: Am 4.4.18 war Lou mit der Besitzerin auf dem Reiterhof. Gegen 11:30 hat sie Lou noch gesehen, ca. 10 Minuten später war sie spurlos verschwunden und kam auf Rufen auch nicht zurück. Die Besitzerin suchte den ganzen Hof abgesucht, ohne Erfolg, auch hat sie ein paar Flyer verteilt. Der Hof liegt sehr ländlich und 10 km vom Wohnort entfernt. Im Umkreis sind Felder und östlich vom Hof ein großer Wald. Problematisch war die Bahnlinie hinter dem Wald. Nachdem ich die Besitzerin etwas beruhigen konnte, habe ich ihr zuerst geraten noch viel mehr Flyer zu verteilen, an allen Feldwegen und in den umliegenden Ortschaften sowie am Bahnhof. Zusätzlich sollte sie Tierheime, Tierärzte, die Bahn, Straßenmeisterei, Jagdpächter und Polizei informieren. Auch habe ich ihr geraten alle Felder, vor allem die Gräben und Gebüsche abzusuchen. Am besten aber von Freunden, damit sie nicht so viel eigenen Geruch verteilt. Ich habe ihr erklärt was eine HWS ist und wie sie diese aus verschiedenen Richtungen zum Hof und weg von den Bahnschienen legen soll. Außerdem sollte Sie die sogenannte Klappstuhlmethode (KSM) anwenden. So hielt sie sich den ganzen Tag auf dem Hof auf, Freunde haben geflyert und die Gräben abgesucht. Da die Besitzerin abends nach Hause musste, wurde einen Futterstellt mit einem Shirt von Frauchen eingerichtet, die Besitzer des Hofes hielten diese im Auge.
 

Da es leider in den Folgetagen keinerlei Sichtungen gab, wurde ein Einsatz mit Suchhunden vorbereitet. Dazu habe ich ihr erklärt, wie Sie einen Geruchsartikel sichern muss.

Am 9.4.18 fuhren Marco und Axel mit ihren Hunden, sowie Gundula und Miriam als Helfer zum Hof um nach Lou zu suchen.

Zwei Suchhunde wurden angesetzt und zeigten das gleiche Verhalten. Sie arbeiteten zu einer Scheune, in der Maschinen stehen. Dort zeigten sie Endpoolverhalten, fanden aber nur einen toten Fuchs. Außerhalb der Scheune wurde ihr Suchverhalten deutlich schwammig. Bevor sie nun den dritten Hund ansetzen, wollten sie die Scheune noch einmal selbst durchsuchen. Hinter den Maschinen und Strohballen fanden sie eine Treppe, die nach oben auf einen Zwischenboden führte. Oben auf der Treppe saß die kleine Lou. Sie war wohl auf und freute sich endlich gefunden worden zu sein. Die Besitzerin konnte es kaum glauben, denn in der Scheune sind jeden Tag Menschen gewesen und auch sie hat die Scheune mehrfach durchsucht und nach Lou gerufen. Sie berichtete, dass Lou Treppen immer noch hinauf läuft, aber niemals herunter. Die Wiedersehensfreude war riesengroß und Lou kerngesund und froh wieder auf dem heimischen Sofa schlafen zu können. Alle Beteiligten waren froh und dankbar, dass Lou gefunden werden konnte.

Lou

Linas Geburtstagsgeschenk

Am 14.04.2018 erreichte uns ein Hilferuf von einem Campingplatz in Waabs. Lina, eine fast 1-jährige Mischlingshündin, war morgens um kurz nach 7 Uhr aus Panik mitsamt der Flexileine am Halsband in unbekannte Richtung entlaufen, nachdem ihr Herrchen durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gestürzt war.

Ihre Besitzer hatten mithilfe von Freunden bereits die Gegend abgesucht, aber leider gab es keine einzige Sichtung von Lina. Da nicht sicher war, ob Lina sich mit ihrer Leine irgendwo vertüddelt hat, entschlossen wir uns dort direkt mit unseren Tiersuchhunden nach Lina zu suchen und ggf. weitere Maßnahmen direkt vor Ort zu koordinieren. Frauchen hatte bereits einen Geruchsartikel gesichert und so konnten wir relativ schnell mit der Suche beginnen. Alle Hunde liefen vom Campingplatz in Richtung der Felder und von dort weiter in Richtung einer derzeit verlassenen Ferienhaussiedlung – die Geisterstadt, wie wir sie nannten. Auf dem Weg dorthin zog es fast alle Hunde zu einem Steinhaufen, den wir Helfer aus diesem Grund genauer unter die Lupe nahmen. Im Nachhinein können wir nur spekulieren, ob Lina sich dort eine Weile aufgehalten oder evtl. ihre Flexileine verloren hat.

Da alle Hunde aus der Ferienhaussiedlung nicht heraus kamen und auch eine Suche durch uns Helfer keinen Erfolg brachte, entschieden wir uns, auch aufgrund der nahenden Dunkelheit, zu den nächsten Maßnahmen überzugehen.

Wir baten die Besitzer, sich mit ihrem Wohnmobil außerhalb des Campingplatzes hinzustellen und zu diesem aus den verschiedenen Richtungen sogenannte Heimwegschleppen zu ziehen. Außerdem sollten die Flyer, die die Rezeption des Campingplatzes freundlicherweise druckte, noch am gleichen Tag, spätestens aber am Folgetag in der Umgebung aufgehängt werden. Zusätzlich klärten wir bereits, welche Teams am nächsten Tag weiter suchen könnten.

Wieder zuhause erhielt ich um 22:35 Uhr einen Anruf von Linas Herrchen. Gerade als Frauchen die letzte Schleppe legte, kam Lina unversehrt, aber ohne Flexileine, bei ihrem Frauchen angelaufen.

Harz2018
Wir haben uns alle riesig gefreut, dass die Maus unverletzt ihren Weg zurück gefunden hat und am nächsten Tag ihren 1. Geburtstag im Kreise von ihren lieben Menschen feiern konnte. Wie Herrchen mir später schrieb, durfte Lina in dieser Nacht ausnahmsweise mit ihm Bett zwischen ihren Besitzern schlafen, was sie sichtliche genoss.


Im Einsatz waren Marco mit Luna und Akuru, Axel mit Sina und Doro mit Nele, sowie Kristina als Helfer. Danke für euren kurzfristigen Einsatz!

 

 

4-wöchiger Ausflug durch Lübeck mit Happy End

Am 17.03.2018 sollte Leo in sein neues Zuhause ziehen, doch leider entwischte dieser seinem neuen Herrchen am gleichen Tag aus dem Auto beim Öffnen der Kofferraumklappe. Leo wurde regelmäßig auf seinem nicht ungefährlichen Ausflug quer durch Lübeck gesichtet und fand sich nach 3,5 Wochen auf einem Friedhof in Sankt Gertrud ein. Dort konnte er mit Futterstellen gehalten werden, sodass wir am 16.04.2018 nach Lübeck fahren um unsere neue Lebendfalle dort aufzustellen. Die freundlichen Helfer vor Ort zeigten uns den Platz, wo Leo gefüttert wurde und wir später unsere Lebendfalle sowie die Überwachungskamera aufstellten. Mit Laub und Erde ausgestattet, fügte sich diese fast nahtlos in die Umgebung ein. Wir zogen noch zwei Spuren mit Pansenwasser zur Falle und präparierten diese ebenfalls mit frischem Pansen und Pansen aus der Dose. Kaum wieder beim Auto angekommen, schickte uns die Kamera bereits das erste Bild aufs Handy. Leo war dem köstlichen Geruch gefolgt und hielt sich vor der Falle auf. Spannender als jeder Krimi!

Zwischendurch kümmerten wir uns noch um einem weiteren Fall, wo wir das weitere Vorgehen besprachen. Ca. 1 Stunde später fuhren wir noch einmal am Friedhof vorbei und konnten unseren Augen kaum trauen. Leo war uns wortwörtlich in die Falle gegangen. Etwas bedröppelt, aber wohlauf und gut genährt schaute er uns an. 

Leo in Falle 768x1024

Mithilfe des Tierschutzvereins holten wir Leo zu viert aus der Falle und übergaben ihn an den Verein. 

Die ganze Zeit über wurden der Besitzer und die Helfer durch unsere professionellen K-9-Berater und Tiersucher Sarah und Marco betreut und beraten.

Wir sind überglücklich, dankbar und stolz über diese gute (Zusammen-)Arbeit und wünschen Leo alles Gute!

Kristina & Marco