Aktuell Tiersuche

Wenn Norddeutsche auf Hirschlausfliegen treffen - oder: unser Tiersuchtrainingsurlaub in Bayern

 

Als die Ersten von uns am Samstag den 30.06.18 am schönen Campingplatz Hartlmühle eintrafen, nachdem wir zuvor todesmutig die "Privatbrücke auf eigene Gefahr “überquert hatten, bauten wir uns unser Lager auf und machten es uns so richtig gemütlich. Tiersuchtrainingsurlaub sollte es werden und so fing es auch an. Bei einem gemeinsamen Grillabend, es sollten noch einige folgen, verbrachten wir einen schönen ersten Abend bei netten Gesprächen und selbstgemachten Erdbeer Limes. 

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Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend zu Fuß mit unseren Hunden und bewiesen erste Fähigkeiten im Kartenlesen via Smartphone und Bergsteigerqualitäten. Überraschenderweise kamen wir auch alle putzmunter wieder in unserem Camp an. Die Dusche und der Pool wurden von uns stark frequentiert, denn der Wettergott meinte es sehr gut mit uns. Zwischenzeitlich trudelten auch die letzten von uns ein, sodass unsere gemütliche Runde immer größer wurde. Mit insgesamt 19 Hunden und 12 Menschen sorgten wir für so manchen überraschten Blick und lernten, dass „pfiat euch“ ein nett gemeinter bayerischer Gruß ist.

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Montag war dann schnell klar, dass der Urlaub vorbei ist. Matthias Lang vom K-9 Headquarter, der für die nächsten 3 Tage unser Trainer war, begrüßte uns herzlich und wies uns kurz in die „Spielregeln“ ein. „Lasst Euch überraschen“ hieß es zuvor, ein Einblick in die bayerische Insektenwelt folgte. So war es nicht verwunderlich, dass der nächste Griff zum Insektenschutzspray und zur langen Hose ging. 

Das Trailgebiet, die Trails und die Verstecke waren genial, auch wenn so manche Versteckperson in den Verstecken seine Grenzen kennen lernte. Hier wurde wohl fast jede Phobie angesprochen, aber das konnten wir als echte Norddeutsche natürlich nicht zugeben. 

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Neben dem Trailen beschäftigen wir uns noch mit der richtigen Handhabe von Futterstellen, Wildtierkameras und Lebendfallen sowie der Erstellung von Karten. Zusätzlich hatte Matthias für uns einen Orientierungsmarsch über 7 km geplant, bei der wir nur mithilfe eines Kompasses den Weg finden mussten. Auch die Vorteile einer Wärmebildkamera stellte uns Matthias am lebenden Beispiel vor.

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Unser Lieblingswort war super und das beschreibt unseren Urlaub eigentlich am besten. Unser großer Dank geht an Matthias und Marco, die diese abwechslungsreichen, lehrreichen Tage für uns geplant und organisiert haben. Danke für tolle Trails, nette Gespräche, Übersetzungen, Glühwürmchen, leckeres Essen und den Teamgeist, der durch diese Tage in Bayern noch gestärkt wurde. Es hat uns riesengroßen Spaß gemacht!

Ich glaube ich spreche für uns alle, wenn ich sage: GERNE WIEDER!

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Heiß, spannend und lehrreich war sie, die Einsatzübung TS Hund am 24. Juni 2018

Sieben Hundeführer/innen und zwei Einsatzhelfer/innen haben am Sonntag von 11 Uhr bis19 Uhr ein einsatznahes Training absolviert.

„Vermisst“ wurde Herbie, ein vierjähriger potenter blonder Labrador, der am Samstag am Wohnort beim Ausladen aus dem Auto von der Besitzerin „vergessen“ wurde. Noch vier weitere Hunde und zwei kleine Kinder leben im Haus.

Wir haben uns am Sonntag um 11 Uhr bei der Besitzerin getroffen, um die Einsatztaktik und die Vorgehensweise zu besprechen und den Hund zu suchen. Mittlerweile waren zwei Sichtungen gemeldet worden.

Je zwei Teams haben beide Sichtungsorte überprüft. Dazu müssen die Hunde Zeit speichern können.
Wir haben die vier Hunde am Entlaufort (EO) angesetzt, damit sie die frischeste Spur speichern konnten. Alle vier Hunde haben an den Sichtungspunkten ein klares Negativ gezeigt.

Am EO sind nacheinander zwei Hunde angesetzt worden. Bei allen Hunden wurde der Trail mitgetrackt.

Gegen 14 Uhr haben sich alle Teams wieder bei der Besitzerin getroffen und die bisher gesammelten Erkenntnisse besprochen.

Da beide Sichtungspunkte negativ waren, haben wir uns auf das Laufbild der beiden am EO gestarteten Hunde konzentriert. Dabei ergab sich, dass wir eine Kreuzung erneut von einem dritten Hund überprüfen lassen wollten, um die vermutete Richtung von Herbie zu bestätigen. Nach knapp 900 Metern nahmen wir ihn aus der Suche und setzten dort einen frischen Hund an. Dieser führte uns zielgerichtet in den Nachbarort, wo wir dann wieder einen ausgeruhten Hund angesetzt haben.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der anhaltenden Wärme beendeten wir um 18 Uhr den Einsatz und kamen erneut bei der Besitzerin zusammen. Herbie konnten wir zwar nicht finden, aber wir waren sehr dicht dran.

Wir haben in der Nachbesprechung wichtige Erkenntnisse gewonnen und viele Ansatzpunkte gefunden, an denen wir weiter trainieren werden.

Dank der Mithilfe von Lydia mit Oke und Nils, Beate und Bine war es eine wertvolle Erfahrung, die wir Tiersucher/innen und Helfer/innen erleben durften! Vielen Dank!

Tiersuchtag in Eckernförde am 25.02.2018

Trotz eisiger Temperaturen trafen wir uns am Sonntag in Eckernförde, um unter der Anleitung von Sarah und Marco unsere Hunde zu trainieren. 3 Stunden Tiersuchtraining standen auf dem Plan und unsere lieben Trainer führten uns hoch motiviert durch individuell vorbereitete, kniffelige Trails. Alle Teams zeigten sich den Aufgaben gewachsen und so fanden wir all unsere tapferen Verstecktiere innerhalb kürzester Zeit wieder.

Im Anschluss gingen wir von „Team Marco“ noch eine Runde zusammen spazieren, bevor wir noch einmal im Leinenlos zum Stammtisch zusammenkamen. Es gab noch ein paar interessante Dinge zu berichten, u. a. erzählte Marco uns von einem aktuellen Einsatz. Bei heißem Kaffee und leckerem Buffet (jeder hatte etwas mitgebracht) ließen wir den Tag mit netten Gesprächen ausklingen.

Ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage, dass dies ein gelungener Tag war und wir alle gerne wieder dabei sind!